Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare. - Christian Morgenstern -
Kopfschmerzen bis hin zur Migräne, Schwindel, Übelkeit, Ohrengeräusche, Schmerzen und Verspannungen im Rücken oder am ganzen Körper, Juckreiz, Allergien auf immer mehr Substanzen, Bauchkrämpfe, Unruhe, Herzrasen, Engegefühl in der Brust oder gar Atemnotzustände, Angst ohne sichtlichen Grund , inneres Zittern und Panikattacken, oder aber Lustlosigkeit, Kraftlosigkeit und Interessenlosigkeit – all dies sind typische Symptome, die sehr oft psychosomatischen Ursprungs sind. Einer dieser Erscheinungen ist gewiss schon fast jedem einmal begegnet. Rund 30 Prozent der Bevölkerung leiden innerhalb eines Jahres an einer diagnostizierbaren psychischen Störung. Psychosomatische Erkrankungen treten dabei nach Depressionen, Angststörungen und zuletzt Suchterkrankungen am häufigsten auf. Doch was bedeutet eigentlich „psychosomatisch“?
Krankheiten mit hohem psychosomatischem Anteil:
- Allergien, Arterieller Bluthochdruck, Asthma bronchiale, Darmgeschwüre (Colitis ulcerosa), Diabetes mellitus, Essstörungen (Adipositas/Magersucht), Fibromyalgie, Herzinfarkt, Hörsturz, koronare Herzkrankheit, Lumbago-Ischias-Syndrom, Magengeschwüre, Migräne, Neurodermitis (Ekzem), Psoriasis, „Restless legs“, Reizblase, Rheumatische Beschwerden, Spannungskopfschmerz, Tinnitus
„Psyche“ und „Soma“: ein unzertrennliches Paar
Dass unser psychischer Zustand Auswirkungen auf unser körperliches Empfinden hat, klingt nicht nach einer Neuheit. Selbst unser täglicher Sprachgebrauch verrät, dass es sich hierbei um ein gängiges Phänomen handelt. So schlägt uns etwas beispielsweise auf den Magen oder geht uns an die Nieren. Des Weiteren nimmt man sich gerne mal etwas zu Herzen oder hat auch schon hin und wieder etwas auf selbigem – zuweilen beklagt man sogar ein gebrochenes Herz. Wie wichtig jedenfalls unser Inneres – die Seele (Psyche) – für den Leib (Soma) ist, ist schon seit der Antike zentrales Thema der Philosophie. Aber auch die Medizin interessiert sich seit ihren Ursprüngen für das Leib-Seele-Problem. Daraus resultiert die Psychosomatik: eine medizinische Disziplin, die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen seelischen, körperlichen und sozialen Vorgängen befasst. Und hier zeigt sich: Einerseits sind viele körperliche Erkrankungen seelisch mitverursacht, andererseits haben praktisch alle körperlichen Krankheiten auch seelische Auswirkungen.
Die Bedeutung dieses bio-psycho-sozialen Bedingungsgefüges steht im Zentrum der psychosomatischen Forschung. Dass Depressionen und Angstzustände auch physisch krank machen, ist längst nachweisbar. Auch dass Ängste und Depressionen unter anderem aus Lebenskrisen, Trauer, Gefühlen von Schuld, Beziehungsproblemen, allgemeinem Stress und ausweglos erscheinenden Situationen resultieren. Eine Tatsache ist demzufolge auch, dass psychosomatische Probleme sich häufig in Lebenskrisen und Schwellensituationen, das bedeutet beim Übergang von einem Lebensalter in das nächste, entwickeln.
Der eingebildete Kranke?
Was die Betroffenen selbst anbetrifft, haben diese zumeist ein großes Problem damit, den psychischen Faktor ihrer Beschwerden zu sehen und/oder zu akzeptieren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen mit psychosomatischen Erkrankungen sich nicht als psychisch krank empfinden. Die Patienten, die an körperlichen Symptomen leiden, fühlen sich daher durch die Diagnose „psychosomatische Erkrankung“ oft missverstanden und als „eingebildete Kranke“ oder „Simulanten“ stigmatisiert. In ihrer eigenen Wahrnehmung sind sie körperlich Leidende, da sie die ursächlichen psychischen Konflikte oft nicht wahr- oder nicht wirklich ernst nehmen. Tatsächlich ist es in der Praxis häufig so, dass die Symptome und nicht die Ursache behandelt werden. Die seelische Komponente wird ignoriert. Der „Fehler“ soll schnell und wirksam korrigiert werden. Doch eine rein körperliche Behandlung trägt meist nur zur Verschlimmerung bei und führt dazu, dass die körperliche Erkrankung chronisch wird. Will der Patient gesund werden, kommt er folglich nicht daran vorbei, sich mit den eigentlichen Ursachen seiner Erkrankung auseinander zu setzen.
Ursachendiagnose: die Grundlage der Therapie in den NaturaMed Kliniken
Auch wenn die Diagnostizierung einer psychosomatischen Störung sich nicht gerade einfach gestaltet, scheint in der Therapie das Konzept der ganzheitlichen Medizin hier am besten zu greifen. In diese Kategorie ist auch das Therapieverfahren der NaturaMed-Kliniken in Bad Waldsee/Bodensee (www.naturamed.de) einzuordnen. Das Diagnosekonzept der „psychosomatischen Ursachendiagnose“ ist zudem kein starres Konzept, sondern so individuell wie der Mensch selbst. Hier geht man davon aus, dass der eigene Körper das genaueste Messinstrument ist, das es für jeden gibt. Deshalb nutzt NaturaMed die Körpersignale des vegetativen Regulationssystems für eine ganzheitliche Diagnose von Körper, Seele und Geist. Die speziellen Messmethoden umfassen beispielsweise die Thermografie (Temperaturmessung der Haut), Störfeldmessungen mit Stromimpulsen (AMSAT-HC), Psychologische Foto-Diagnose (Bild des aktuellen seelischen Befindens) und die Erstellung eines C.E.I.A.-Biodynamischen Eiweißprofils (einer speziellen Blutuntersuchung in Brüssel). Diese speziellen Messmethoden können sofort Entzündungsprozesse, Durchblutungsstörungen, Störfelder (Focus) und versteckte Krankheitsursachen signalisieren, die mit herkömmlichen medizinischen Verfahren gar nicht oder erst im Endstadium erkannt werden können.
Noch ein paar Fakten
Psychische und psychosomatische Erkrankungen wie hauptsächlich Angststörungen und Depressionen, Alkohol- und andere Suchterkrankungen, zählen zu den häufigsten in unserer Gesellschaft. Ungefähr 78 Prozent der körperlichen Beschwerden haben gemäß dem Experten keine organischen Ursachen. Psychosomatische Störungen können sich schon im Kindesalter manifestieren. Unter den Betroffenen scheinen Frauen den größeren Anteil auszumachen. Dies könnte allerdings auch dadurch bedingt sein, dass Frauen eher auf die Signale ihres Köpers hören und sie wahrnehmen. Die Anzahl der psychischen Erkrankungen steigt jedenfalls rapide und betrifft vor allem die Altersgruppe der 20- bis 29-jährigen. Des Weiteren führen auf dem Arbeitsmarkt psychische Erkrankungen zu langen Ausfallzeiten. Der überproportionale Anstieg ist dabei eine Entwicklung, die alle westlichen Industriestaaten gleichermaßen betrifft. Das Gesundheitssystem befürchtet für die Zukunft Kostenexplosionen. Und auch wenn die meisten Betroffenen heutzutage effektiv behandelt werden können, so ist der Weg zur Diagnose oft sehr lang, denn Unsicherheit und Angst vor Stigmatisierung erschweren den Weg dahin. Um dies zu ändern, scheint weiterhin viel Aufklärungsarbeit vonnöten.
Persönliche telefonische Beratung und Info-Material: NaturaMed Vitalclinic, Badstr. 31, 88339 Bad Waldsee, (0 75 24) 990 – 222, www.naturamed.de. Buch: Total erschöpft – Neue Energie mit Naturmedizin, Dr. Vinzenz Mansmann, Verlag Positives Leben / Bad Waldsee, Hardcover, 96 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 978-3-925868-08-5, portofreie Bestellung über www.vitalversand.com.
Quellen:http://www.medizinauskunft.de/artikel/aktuell/2010/26_10_psychische_stoerung.php
- Walter Bräutigam, Paul Christian, Michael von Rad, „Psychosomatische Medizin – Ein kurzgefasstes Lehrbuch“, 1997, Georg Thieme Verlag, Stuttgart
- http://www.ahg.de/AHG/Service/Presse/Aktuelles/Hotline.html
- http://www.angstnetz.de/
- http://www.naturamed.de